Das Leben in Peru






Life in Peru - the Peruvian cuisineDas peruanische Essen
Die weltberühmte Küche der peruanischen Küstenregion ist eine einmalige Fusion aus Einflüssen verschiedener Einwandererküchen (unter anderem der afrikanischen, chinesischen, japanischen und europäischen Küche) und Elementen der Küche der Ureinwohner. Das peruanische Essen ist nicht nur sehr schmackhaft und vielseitig, sondern auch äußerst würzig, besonders die kreolische Küche. Eine Besonderheit ist die sog. “Chifa”-Küche, bei der es sich um chinesisch-peruanisches Essen handelt. In Lima wie auch in anderen Landesteilen gibt es in vielen vorzüglichen Restaurants ausreichend Gelegenheit, die Vorzüge der peruanischen Kochkunst zu entdecken.

Wie begrüßt man sich in Peru?
Für Frauen gilt: sowohl Männern als auch Frauen gibt man einen Kuss auf die rechte Wange. Männer hingegen geben sich untereinander die Hand. Diese Gesten werden üblicherweise von einer der folgenden Begrüßungsphrasen begleitet: “Buenos días” (morgens und mittags), “Buenas tardes” (nachmittags), “Buenas noches” (abends und nachts), oder einfach “Hola”. Zum Abschied sagt man “Chau” oder “Bye”. Begrüßt man sich auf der Straße oder an einem Ort, wo sich niemand kennt, wird auf eine körperliche Berührung bei der Begrüßung in der Regel verzichtet.

Höflichkeitsformen
Die Peruaner sind üblicherweise höflich im Umgang miteinander. Bittet man um etwas, und sei es nur eine Information, wird normalerweise vor oder nach den Satz ein “Por favor” gestellt. Für die Überreichung eines Gegenstandes oder das Erhalten einer Information bedankt man sich stets mit einem “Gracias”. Zwischen Jugendlichen ist die Sprache weniger formal und es wird viel Slang benutzt. Jugendliche duzen sich untereinander, älteren Personen gegenüber begegnet man mit der formalen Anrede “Usted”. In Lima wird es nicht als unhöflich betrachtet, zu einem privaten Treffen spät zu erscheinen, vor allem wenn sich mehrere Personen an einem festgelegten Ort oder in einer Wohnung treffen. Bei mehr als einer halben Stunde Verspätung sollte man jedoch per Telefon oder SMS Bescheid geben.

Der Verkehr in Lima
Allgemein herrscht wenig Ordnung im Straßenverkehr. Jeder versucht schnell vorwärts zu kommen und auf Fußgänger und Fahrradfahrer wird wenig Rücksicht genommen. Der meiste Verkehr herrscht in Lima zwischen 7 und 9 Uhr morgens, zwischen 12:30 und 14 Uhr, und abends zwischen 18 und 20 Uhr.

Wie funktioniert der öffentliche Nahverkehr in Lima?
Der öffentliche Nahverkehr in Lima gehört leider nicht zu den Stärken der Stadt. Tausende von Minibussen schlängeln sich durch die stets vollen Straßen, in denen die Abgaswolken der Autos und Busse hängen bleiben. Haltestellen, Routen und Umsteigemöglichkeiten sind nicht immer klar erkennbar und müssen mit der Zeit durch Ausprobieren angeeignet werden. Aber meist steht irgendwo ein freundlicher Limeño bereit, der dir weiterhelfen kann.

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Fast 50% der Einheimischen nutzen die lokalen Busse. Vor allem verbreitet sind die Combis, enge und stets volle Kleinbusse. Sie werden vor allem für kürzere Fahrten benutzt und haben das umfangreichste Streckennetz. Die so genannten Custer sind etwas größer. Sie fahren auf weniger Strecken, aber es gibt viele dieser Busse und sie sind bequemer. Die großen Überlandbusse sind oft sehr bequem und modern und bedienen von zahlreichen Terminals der Stadt alle größeren Orte des Landes. Ein weiteres übliches Fortbewegungsmittel sind Taxis. Sie sind in Lima reichlich vorhanden und eine Fahrt kostet einen Bruchteil von den in Deutschland üblichen Preisen. Neben den offiziellen Taxis sind auch viele Privattaxis unterwegs. Sie sind nicht immer sofort zu erkennen und auch aus Sicherheitsgründen nicht unbedingt zu empfehlen. Es gibt auch Taxiunternehmen, deren Fahrzeuge telefonisch bestellt werden können. Diese Taxis sind sicher und bequem, aber auch etwas teurer. Die Taxis in Lima haben kein Taximeter. Der Preis wird stets vor dem Einsteigen ins Fahrzeug individuell mit dem Fahrer ausgehandelt. Es empfiehlt sich daher, immer vor dem Anhalten eines Taxis bei Einheimischen den ungefähren Fahrpreis zum gewünschten Ziel zu erfragen, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

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In letzter Zeit gibt es Bemühungen, den Nahverkehr in Lima zu ordnen und zu modernisieren. So gibt es mittlerweile entlang der Schnellstraße Via Expresa die kommunal betriebene Buslinie des Metropolitano de Lima. Diese Linie verläuft auf einer Gesamtlänge von 26 Kilometern einmal quer durch die gesamte Stadt und verbindet von Chorrillos bis nach Independencia 16 Stadtteile auf 38 Stationen. Zum Einsatz kommen ausschließlich komfortable Großraum-Gelenkbusse, welche allesamt mit Erdgas betrieben werden. Seit Anfang 2012 ist auch die moderne Linie 1 der Metro de Lima in Betrieb. Der Zug verbindet auf einer Länge von 34 Kilometern mit insgesamt 26 Haltestellen neun Stadtteile. In den nächsten Jahren ist ein Ausbau auf bis zu fünf Linien geplant.

Mietwagen und Privatautos
Natürlich sind auch in Lima die üblichen internationalen Mietwagenketten und viele unabhängige Anbieter zu finden. Mit einem deutschen Führerschein kannst du problemlos einen Wagen mieten und fahren. Für Ausflüge und Reisen ins Umland kann dies eine empfehlenswerte Option sein, vorausgesetzt du kennst den Streckenverlauf (am besten jemanden mitnehmen der sich auskennt) und beachtest einige einfache Sicherheitsvorkehrungen. Für regelmäßige Fahrten im Stadtgebiet ist ein eigener Wagen weniger zu empfehlen, da der Verkehr wirklich chaotisch und bisweilen gefährlich ist. Auch muss man die Stadt schon ziemlich gut kennen, um auch wirklich auf kürzestem Weg von A nach B zu kommen.

Worüber sprechen die Peruaner gern?
Ein Lieblingsthema der Peruaner ist das Essen. Nicht nur Ausländern gegenüber wird das Thema angesprochen, sondern auch in stundenlangen Konversationen untereinander wird über Zubereitung und Restaurants gefachsimpelt. Man ist in Peru stolz auf die heimische Küche und ihre zunehmende internationale Bedeutung. Ausländern gegenüber erzählt man gerne über Peru, und man fragt sie darüber aus was sie schon kennen vom Land. Männliche Ausländer werden gefragt, wie ihnen die Peruanerinnen gefallen, Ausländerinnen fragt man oft, ob ihnen die Peruaner gefallen oder ob sie einen Freund haben.
Life in Peru - the national drink
Das Nationalgetränk – Pisco Sour
Der Pisco Sour ist das Nationalgetränk Perus. Man bereitet ihn aus Pisco (einem Traubenschnaps), Zitronensaft, Eiweiß, Sirup (“jarabe de goma”), Eiswürfeln und Angostura zu. Dieser Aperitif passt hervorragend zur kreolischen Küche und hat zunehmend Wein oder Sekt zum Anstoßen bei Festlichkeiten verdrängt. In Restaurants und Bars und bei Feiern wird man überall auf dieses Getränk stoßen. Wie jeder süße Alkohol sollte auch Pisco Sour mit Vorsicht genossen werden, da er sonst schnell betrunken macht. Zum Anstoßen sagt man: “Salud”.

Trinkgeld
In Restaurants mittlerer und höherer Preisklasse erwartet man ein Trinkgeld um die 10%. Manchmal ist das Trinkgeld schon auf der Rechnung inbegriffen, daher ist es gut die Rechnung immer nachzuprüfen. Wenn man Trinkgeld gibt, lässt man sich zunächst das ganze Wechselgeld bringen, danach lässt man das Trinkgeld auf dem Tisch liegen. Es ist nicht üblich Taxifahrern oder Tankwarten Trinkgeld zu geben. Den zahlreichen Personen des informellen Sektors, die ungefragt ihre Dienste anbieten (Hilfe beim Ein- und Ausparken, als Parkplatzwächter, Autowäscher…), gibt man immer ein paar Münzen in die Hand.

Das Arbeitsklima in Peru
Das Arbeitsklima hängt von Größe und Art des Unternehmens ab. In großen Unternehmen und in der Verwaltung ist der Umgang anfangs recht formal, geht zwischen jungen oder gleichaltrigen Kollegen aber schnell zum “tú” über. Vorgesetzten gegenüber bleibt man beim “Usted”, es sei denn sie bieten einem das “Du” an. Die Kleidung in größeren Unternehmen entspricht formaler Bürokleidung. In kleineren Unternehmen oder Organisationen, die sich sozialen Themen widmen, ist der Umgang lockerer und auf gleicher Augenhöhe zwischen Kollegen und Vorgesetzten. Auch die Kleidung ist weniger formal.
INSIDE PERU gibt dir im Vorfeld deines Praktikums Hinweise hinsichtlich Kleidung und Arbeitsklima an deinem Einsatzort.

Elektronische Geräte
Die Stromspannung beträgt in Peru 220 Volt AC, 60 Hz. Es empfiehlt sich für aus Europa mitgebrachte Geräte einen Adapter zu benutzen.

Nationale Feiertage in Peru
Die folgenden Feiertage gelten landesweit, zusätzlich verfügt jede Region über eigene Feiertage:

    • 1. Januar
    • März oder April
    • 1. Mai
    • 29. Juni
    • 28. u. 29. Juli
    • 30. August
    • 8. Oktober
    • 1. November
    • 8. Dezember
    • 25. Dezember
  • Neujahr
  • Ostern
  • Tag der Arbeit
  • San Pedro u. San Pablo
  • Nationalfeiertag
  • Santa Rosa de Lima
  • Schlacht von Angamos
  • Allerheiligen
  • Maria Empfängnis
  • Weihnachten